Die Stadt Bielefeld wurde um 1214 durch den Grafen Herrmann von Ravensberg gegründet. Sein Sohn errichtete in der Mitte des 13. Jahrhunderts die Sparrenburg. In der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand zwischen der Burg und der Altstadt die Neustadt.

Zu den Kennzeichen der mittelalterlichen Stadt gehörten die Befestigung mit Mauern, Türmen und Gräben zur äußeren Sicherung, die Ausstattung mit Rathaus und Markt für die politische Führung und das wirtschaftliche Gedeihen, die Verleihung eines Stadtrechts zur Regelung der Rechtsbeziehungen der Bürger und schließlich die Kirche als Mittelpunkt des religiösen Lebens.

Im Jahre 1292 wird eine Kirche zwischen der Burg und der Altstadt erstmalig urkundlich erwähnt.

Das Weihedatum der Kirche ist unbekannt, aber der Baubeginn zu datieren:
14. Juli 1293 (Gründung des Marienstiftes) und damit Baubeginn.

Graf Otto III. von Ravensberg gründete zusammen mit seiner Gattin Hedwig an dieser Kirche in Bielefeld ein Stift für Kanoniker, die Zahl der aufzunehmenden Stiftsherren wurde auf mindestens zwölf festgelegt. Das Patronatsrecht wurde dem Grafen von Ravensberg übertragen, der Hohe Chor Maria und dem Heiligen Georg geweiht.

Die Stiftungsurkunde zur Einrichtung des Kollegiatstiftes ist auf den 14. Juli 1293 datiert. Damit wird die vorhandene Pfarrkirche zur Stiftskirche erhoben,

Die Reformation hat in Bielefeld verhältnismäßig spät Einzug gehalten. Pfarrer Hermann Hamelmann, der 1554 auf die Pfarrstelle der Neustädter Marienkirche berufen wurde, gilt als Reformator Bielefelds.