Der Bielefelder Marienaltar ist in den Wochen der Passionszeit verhängt.
Das Renaissance-Vortragekreuz aus der Hand des Osnabrücker Meisters aus dem Jahre 1525 ist vor dem violetten Verhang aufgestellt.

Die Verhängung des Marienaltars in der Passionszeit in der Zeit von Sonntag Invocavit bis Karsamstag entspricht einer mittelalterlichen Praxis, um die geistliche Betrachtung auf den Leidensweg Jesu und seinen Tod am Kreuz zu konzentrieren.

Am Ostersonntag ist der Blick in die farbenreiche irdische und glanzvolle himmlische Bilderwelt des Bielefelder Marienaltas wieder freigegeben.

Publikation zum Bielefelder Marienaltar
Repräsentativer Text- und Bildband - erschienen im November 2001 Alfred Menzel (Hg.) Der Bielefelder Marienaltar Das Retabel in der Neustädter Marienkirche  ISBN 3-89534-325-0  Verlag für Regionalgeschichte Bielefeld

Im Jahr 1400 vollendete ein anonymer Maler, der "Berswordt-Meister" genannt wird, den Bielefelder Marienaltar. Der Künstler schuf einen umfassenden Bildzyklus, der Himmel und Erde, Gott und Mensch, Christus und Maria deutet. Mit seiner künstlerischen Qualität und seiner tiefen Geistigkeit ist dieses Kunstwerk von europäischem Rang ein einzigartiges Zeugnis der kulturellen Tradition der Grafschaft Ravensberg und der Stadt Bielefeld.

Der wissenschaftlich fundierte und reich ausgestattete Bildband erschließt die religiöse Bedeutung des Marienaltars und bettet ihn in sein historisches Umfeld ein. Ein herausragender Kunstschatz Westfalens wird in neuem Licht erkannt und gewürdigt.

Alfred Menzel (Hg.)
Der Bielefelder Marienaltar
Das Retabel in der Neustädter Marienkirche

ISBN 3-89534-325-0
Gebunden, 32 x 24 cm. 160 Seiten mit 80 Abbildungen
34,00 Euro

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